Aktuelles:

 

Vorstand des Heimatdienstes bestätigt

 

Nach Ablauf der dreijährigen Amtszeit stellte sich außer dem Schatzmeister der gesamte Vorstand des Heimatdienstes Buxheim e.V. wieder zur Wahl und wurde in geheimer Wahl auf eindrucksvolle Weise von den Mitgliedern bestätigt. Die Vorstandschaft besteht bis 2019 aus folgenden Personen:

1. Vorsitzender: Hans Haugg; 2. Vorsitzender: Dr. Johannes Hoyer; Schriftführer: Ernst Morhardt; Schatzmeisterin: Rosemarie Weidhaas (neu im Amt); Museumsleitung: Helmtraud Nusko. Alle übrigen Funktionsträger wurden per Akklamation gewählt: Klaus Hofmann als Ortschronist, Martina Leipold und Reinhold Brattke als Kassenprüfer, Martin und Dr. Johannes Hoyer sowie Susanne Graf für Archiv und Ortsgeschichte, Ernst Morhardt für die Öffentlichkeitsarbeit, Reinhold Brattke und Manfred Mühlbauer für die Betreuung der Homepage, Helga und Gerhard Walcher für die Pflege des Kartausengartens, Franz und Rita Waibel, Christa Arndt, Susanne Graf, Paula Haugg und Irmgard Mühlbauer für das Bewirtungsteam.

Zuvor hatte Hans Haugg ein Wort von Siegfried Lenz in den Mittelpunkt seines Rechenschaftsberichtes gestellt: "Die Vergangenheit hört nicht auf, sie überprüft uns in der Gegenwart." Zu Beginn seiner Ausführungen gedachte er der 2015 verstorbenen Mitglieder. Haugg berichtete von einem arbeitsreichen und erfolgreichen Jahr.

Er bedankte sich beim etwa 20-köpfigen Kartausenteam, das alle Herausforderung grandios gemeistert habe. Die Buxheimer Museumslandschaft präsentiere sich optisch, inhaltlich und museumspädagogisch hervorragend. Die Reaktion der Besucher sei durchweg positiv. Stolz verglich der Vorsitzende den Heimatdienst mit anderen Museen und stellte fest, dass der Verein, was einzigartig sei, ohne staatliche Zuschüsse alle Betriebskosten in Höhe von ca. 40.000 Euro selbst finanziere. Lediglich für Sonderausgaben wie für das Kulturprogramm oder die Umstellung der Beleuchtung auf LED, die 20.000 Euro verschlungen hat, habe der Heimatdienst von der Gemeinde Buxheim und vom Landkreis Unterallgäu einen Zuschuss gewährt bekommen. Diese Bilanz sei nur möglich wegen des großen ehrenamtlichen Engagements der Verantwortlichen. Da ein Museum nicht langweilig werden dürfe, biete man neben der üblichen Standardführung neue Führungslinien an, z.B. über die Zellenstifter, eine kleine Stilkunde der Kartause "Von der Gotik zum Barock" und Wege der Stille. Haugg bedankte sich bei allen, die zur Bewältigung der vielfachen Aufgaben des Heimatdienstes beigetragen haben, und bei der Gemeinde Buxheim für das stets gute Auskommen und die finanzielle Unterstützung.

Von einem geringfügigem Rückgang der Besucherzahlen im vergangenen Jahr berichtete Museumsleiterin Helmtrud Nusko: Mit etwa 14.500 zahlenden Gästen besuchten 2015 einzeln oder in Gruppen etwas weniger Personen das in Deutschland einzigartige Kartausenmuseum. Zählt man aber die fast 3.050 Besucher der Gartentage und die 1.500 Besucher des Kulturprogramms hinzu, wird das durchschnittliche Ergebnis der letzten Jahre erheblich übertroffen.

Schatzmeister Reinhold Brattke berichtete aufgrund einiger Todesfälle über einen leicht rückläufigen Mitgliederstand von 210 auf 207 Personen. Der Heimatdienst verfügt über ein gesundes Finanzpolster, was Martina Leipold als Kassenprüferin bestätigen konnte. Sie attestierte Brattke eine sehr korrekte Buchführung, weshalb die Versammlung die Vorstandschaft einstimmig entlastete. Reinhold Brattke, der seit 2006 zum inneren Kartausenteam gehört und nach sechs Jahren als Schatzmeister nicht mehr kandidierte, wurde vom Vorsitzenden mit großem Lob für seine perfekte und stets korrekte Arbeit und zum Dank dafür mit einem Geschenkkorb verabschiedet. Dr. Johannes Hoyer ehrte ebenfalls mit lobenden Worten und einem Geschenkkorb Wolfgang Dietrich, der 33 Jahre lang mit großem Engagement die Ortschronik geführt hat.

2. Bürgermeister Norbert Romert versprach in seinem Grußwort dem Heimatdienst die volle Unterstützung des Gemeinderats. Er lobte die Aktivitäten und das nachhaltige Schaffen des Vereins für Buxheim. Romert führte auch die anstehenden Wahlen routiniert und zügig durch.

Zum Abschluss stellte Dr. Johannes Hoyer mit PowerPoint-Unterstützung durch Manfred Mühlbauer das Kulturprogramm für 2016 vor, das wieder eine gelungene Mischung zwischen Ausstellungen und Konzerten bietet. Besonders wies er auf die einmalige Sonderausstellung "Ticket für die Ewigkeit - Ein ägyptisches Totenbuch im Dialog mit dem Christentum" hin, die der renommierte Ägyptologe und Bürger Buxheims Dr. Wolfgang Wettengel in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Heimatdienstes konzipiert und gestaltet hat. Mit einem kurzen Trailer aus dem letztjährigen Wandelkonzert "Raumklang/Klangraum" und dem Hinweis auf die in die Homepage des Heimatdienstes aufgenommen Bilder und Informationen von Claus Weidhaas und Hans Haugg über den ehemaligen Buxheimer Ziegelstadel endete die Jahreshauptversammlung.

 

 

Rückblick:

Bericht zur Jubiläumswoche des Heimatdienstes 2014

Mit einem Festakt erreichte die Jubiläumswoche, die der Heimatdienst Buxheim anlässlich seines 40-jährigen Bestehens vom 19. - 28. September 2014 feierte, am Samstagabend den letzten Höhepunkt.

Vorsitzender Hans Haugg zog nach der Begrüßung der anwesenden Besucher sowie der Ehrengäste ein Resümee der Heimatdienstgeschichte. Rund 600.000 Euro habe der Heimatdienst in den 40 Jahren investiert, die unter seiner Vorstandstätigkeit seit 1998, aber auch schon von seinen Vorgänger Fritz Köbele, Herbert Frommel und Wolfgang Dierich für die Finanzierungen bei der Restaurierung des Chorgestühls, beim Rückkauf der einst bedeutenden Klosterbibliothek und bei der Ausstattung und Neugestaltung von Kartausen- und Dorfmuseum sowie der Renovierung des alten Feuerwehrhauses ausgegeben wurden. Lobend hob er das Engagement des Kartausenteams hervor, ohne deren ehrenamtliche Arbeit die Geschichte des Heimatdienstes bei weitem nicht so erfolgreich gewesen wäre.

Für den verhinderten Bürgermeister Birkle wertete 2. Bürgermeister Norbert Romert in seinem Grußwort die Arbeit des Heimatdienstes als unverzichtbar für die Gemeinde.

Landrat Hans-Joachim Weirather appellierte in seinem Grußwort, Mitglied im Heimatdienst zu werden und löste sein Versprechen unmittelbar danach auch ein.

Im Festvortrag attestierte der Bezirksheimatpfleger von Schwaben Dr. Peter Fassl dem Buxheimer Heimatdienst, besonders dem Vorsitzenden Hans Haugg, eine hervorragende Arbeit. Buxheim habe einen großen Schatz zu bewahren, dessen Betreuung sehr viel Engagement und Wachsamkeit verlange. Der Staat Bayern als Eigentümer der Kartausenanlage und der Bezirk Schwaben als Eigentümer des Chorgestühls seien ja nicht vor Ort und könnten nur über den Heimatdienst Kenntnis erhalten von notwendigen Maßnahmen, so zum Beispiel in letzter Zeit bei der nötigen UV-Verglasung oder bei erforderlichen Investitionen gegen Schimmel am Chorgestühl. Die Heimatdienstmitglieder motivierte er für ihr weiteres Engagement, weil dieses im Wissen um den in Buxheim vorhandenen wertvollen Schatz auch tiefe innere Befriedigung auslösen könne. Von den 29 noch lebenden Gründungsmitglieder konnte nur etwa ein Drittel die abschließende Ehrung entgegennehmen, der Rest war aus gesundheitlichen oder privaten Gründen verhindert.

Die beiden exzellenten Musiker Annette Weber (Akkordeon) und Dr. Gregor Lang-Wojtasik (Klarinette) gestalteten die musikalische Umrahmung des Festakts zu einem Leckerbissen. Im Anschluss an den Festakt lud der Heimatdienst zu einem gemütlichen Beisammensein in das Refektorium ein.

In den beiden PDF - Dateien sind weitere Details zur zurückliegenden Festwoche und zum Heimatdienst Buxheim e.V. und seinen vielfältigen Aufgaben enthalten.

Bilder vom Festakt

Hans- Joachim Weirather, Landrat Unteralgäu; Dr. Peter Fassl, Bezirksheimatpfleger Schwaben;

Hans Haugg; 1. Vorsitzender Heimatdienst Buxheim e.V.; Dr. Johannes Hoyer;  2. Vorsitzender Heimatdienst Buxheim e.V. (bei der Übergabe der Geschenkkörbe an die Gründungsmitglieder)

Neue prominente Mitglieder im Heimatdienst

Hans-Joachim Weirather, Landrat Unterallgäu und Josef Miller, MDL a.D., Staatminister a.D.

 

Bilder aus der Festwoche

Dorfführung und historische Kartausenführung

Heimatabend - Beiträge der Vereine

obere Reihe: Freiwillige Feuerwehr Buxheim, Die Theaterfreunde Buxheim "die Gaukler"

untere Reihe: Grundschule Buxheim, Marianum, Malkreis Buxheim

 

Link zu Musikkapelle Buxheim 1862 e.V. Thema: Heimat

Es ist möglich, dass dieses Video im Browser Firefox nicht angezeigt wird bzw. nur ein leeres Feld angezeigt wird. Ein Rechtsklick auf ihrer Computermaus öffnet ein Menue. Gehen Sie hier auf "Video anzeigen bzw. Video speichern" und geben Sie an, mit welchem Mediaplayer das Video abgespielt werden soll. Viel Freude beim Ansehen dieses wirklich gelungenen Beitrages.

 

Artikel zu den Feierlichkeiten des Heimatdienstes:  

Artikel aus der Zeitschrift "Heimat ALLGÄU", Heft Nr. 3/2014:

 

 

Allgäuer Magnusstab für den Heimatdienst Buxheim
Artikel aus der Allgäuer Zeitung vom 20.10.09

«Geprägt von der Liebe zur Aufgabe»

«In diesem Verein herrscht ein Leben, das geprägt wird von Überzeugung, Begeisterung und Liebe zur Aufgabe», sagte der Vorsitzende des Allgäuer Heimatbundes, Karl Stiefenhofer, über den Heimatdienst Buxheim. Als Auszeichnung für seine Arbeit
erhielt dieser in einer Feierstunde am vergangenen Sonntag im Refektorium der Kartause den Magnusstab verliehen.
«Dieser Stab soll daran erinnern, dass man sich als Verein auf dem richtigen Weg befindet und dass man sich an ihm festhalten kann», so Stiefenhofer weiter.

Die Laudatio bei der Verleihung hielt Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Er erinnerte darin an die Gründer des Heimatdienstes, Fritz Köbele, Pater Ägidius Kolb und Bürgermeister Martin Maucher, die ihn im Jahre 1974 aus der Taufe gehoben hatten.
Seit damals habe sich die Arbeit des Vereins wesentlich weiterentwickelt. «Mit der Rückkehr des Chorgestühls 1980 hat die Kartause Buxheim ein singuläres Prunkstück von internationalem Rang erhalten», so Reichert. In diesem Zusammenhang hob er auch das geleistete Engagement des früheren Bezirkstagspräsidenten Georg Simnacher hervor, der ebenfalls an der Feier teilnahm.
Fast fünf Millionen Euro hätten Rückkauf und Renovierung des Chorgestühls gekostet.

«Der Heimatdienst hat das Kartausenmuseum in den letzten Jahren auf ein fachlich und wissenschaftlich hohes Niveau gebracht», lobte Reichert.

Mit Herzblut

Postwendend gab der Vorsitzende des Heimatdienstes, Hans Haugg, die Lobesworte an sein Team weiter: «Wir arbeiten mit Herzblut, gegenseitiger Achtung und klarer Zielsetzung», sagte er. Auch wenn der Begriff «Heimatdienst» etwas verstaubt klinge, sei die Arbeit des Vereins aktueller denn je. Das Kartausen-, das Sakral- und das Dorfmuseum, die Durchführung des Kulturprogramms und die Mitwirkung bei kulturellen Entscheidungen in der Gemeinde bedürften einer modernen und aktiven Einstellung. «Wir bewahren keine Asche auf, aber wir halten die Glut am Glimmen und lassen das Feuer immer wieder aufflackern», symbolisierte Haugg die Vision des Heimatdienstes.

Die festliche Überreichung des Magnusstabes wurde vom Bläserquartett der Musikkapelle und dem Vokalensemble musikalisch begleitet.

                        

Bezirkstagpräsident Reichert, ehem. Bezirkstagspräsident Dr. Simmnacher, Bürgermeister Birkle, Vors.Heimatbund Allgäu Herr Stiefenhofer, Vors. Heimatdienst Buxheim Herr Haugg